Blumen – was sind Blumen eigentlich?

Ihre Bedeutung und Vielfalt

Wer von Blumen redet, der meint meist einen hübsch gebundenen Blumenstrauß in einer dekorativen Vase oder ein Blumengesteck, das zur Dekoration im Wohnzimmer eines stilvoll eingerichteten Hauses steht. Wer hat noch nie gesagt „ich habe Blumen bekommen“, und meinte dabei nicht einen Blumenstrauß? Tatsächlich bezeichnet eine Blume allerdings eine einzelne Blüte, bzw. eine Blüte samt Stiel oder Pflanzen. So gibt es Blumen im Topf, wie z.B. Orchideen, Anthurien oder Sonnenblumen. Auch einzelne Blumen wie Rosen oder Gerbera bezeichnet man gemeinhin als Blumen, obwohl Rosen und Gerbera auch umgangssprachlich ihren festen Platz haben.

Der botanische Blickwinkel:

Vom Blickwinkel des Botanikers aus, ist eine Blume ein Teil einer Blütenpflanze. Die Blume dient der Blütenpflanze zur Vermehrung und übernimmt die wichtige Aufgabe, das Erbgut an andere Blumen gleicher Art mittels verschiedener Methoden weiterzugeben. Die Bestäubung ist der wichtigste Teil des Fortpflanzungsvorgangs bei Blumen. U.A. mittels Wind, oder Insekten geben Blumen Ihr Erbgut weiter. Eine Blume kann aus mehreren Blüten zusammengesetzt sein. Ein Beispiel dafür ist die Orchidee. Ebenfalls gehören die Blätter zum Körper der Blume.

Größe und Artenvielfalt:

Titanenwurz, über 2m groß
Bild-Quelle:
Wikimedia.org

Es gibt aktuell über 200.000 bekannte Blühpflanzen. Die größte Blume der Welt ist der Titanenwurz (bot. Amorphophallus titanum). Genauer gesagt, wird sie vom Titanenwurz gebildet. Sie kann über zwei Meter groß werden und in der Breite einen Meter locker überschreiten. Auf der ganzen Welt gibt es keine Blüte, die ihr an Größe und Gestalt nahe kommt. Der Titanenwurz stammt aus den Urwäldern Indonesiens und wurde 1887 vom Botaniker Odoardo Beccari entdeckt. Beccari’s Heimat, Florenz, staunte nicht schlecht, als die von einer Expedition mitgebrachten Samen 1898 keimten und zu wachsen begannen. Das besondere an der Pflanze: Sie blüht nur etwa alle neun bis zwölf Jahre. In Indonesien ist sie als „Leichenpflanze“ bekannt. Diesen etwas spöttisch anmutenden Namen verdankt sie dem Duft, den sie verströmt. Wer einen Titanenwurz schon aus nächster Nähe sehen durfte, der wird den süßlich-moderigen Geruch nach Aas bestätigen.


Wolffia angusta,
Bild-Quelle:
gardenscorner.co.uk
Die kleinste Blume der Welt nennt sich Wolffia angusta, ein Wasserlinsen-Gewächs, und wächst in Australien.  Es wurde erst vor 30 Jahren, also 1980 entdeckt und kommt auf eine Länge von nur 0,6 mm, bei einer Breite von 0,33 mm! Es wiegt unglaubliche 0,00015g. Das besondere an Wolffia angusta, oder zu Deutsch „Zwergwasserlinse“, ist, dass Sie keine Wurzelfäden bilden. Eigentlich besteht eine Zwergwasserlinse nur aus ein paar Chlorophyllzellen. In Europa ist sie im gemäßigten Mittelraum beheimatet und wächst mit Vorliebe im Sommer auf stehenden, windgeschützten Gewässern.


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