Die Pflege von Phalaenopsis-Orchideen


Wegen der langen Haltbarkeit und der relativ leichten Pflege ist die Phalaenopsis zu einer der beliebtesten Zimmerpflanzen geworden. Sie stellt keine besonderen Ansprüche - dennoch überleben diese Pflanzen bei einigen nicht.

Phalaenopsis bilden zahlreiche Luftwurzeln, mit denen sie sich festhalten und Nährstoffe aus der Luft aufnehmen. Die Blütenstängel entspringen den unteren Blattachseln. Sie werden in der Regel 20 bis 30 cm lang. An den Spitzen der Stängel entwickeln sich die Blüten, die oft mehrere Monate blühen.

Die Ansprüche
Standort: Phalaenopsis bevorzugen einen hellen Standort, mögen aber keine ständige pralle Sonne. Ein Platz am Ost- oder Westfenster ist ideal.

Wasser: Sie bevorzugt weiches, lauwarmes Wasser, ideal ist Regenwasser. Pro Woche genügt ein Schnapsglas voll Wasser. Eine bewährte Methode ist auch den Topf einmal pro Woche kurz zu tauchen und dann abtropfen zu lassen. Viele Orchideenliebhaber gießen die Pflanzen überhaupt nicht, sondern besprühen täglich das Substrat mit ein wenig weichem Wasser. Die Blätter der Pflanze müssen fest und kräftig grün sein. Wenn die Blätter weich und schrullig werden, so ist das oft ein Zeichen für Staunässe.

Erde: Die Pflanze darf auf keinen Fall in Erde gepflanzt werden, sondern in ein spezielles Substrat, da sie in ihrer Heimat - dem tropischen/subtropischen Asien epiphytisch auf anderen Pflanzen wächst. Dieses Substrat darf nie zu nass sein, da bei Staunässe die empfindlichen Luftwurzeln faulen.

Temperatur: Die Pflanze fühlt sich am wohlsten bei tagsüber 20 bis 30 Grad. Die Nachttemperaturen sollten im Minimum bei 15 Grad C liegen. Es sollte eine normale Luftfeuchtigkeit im Raum herrschen, notfalls eine kleine Schale mit feuchtem Tongranulat daneben stellen.

Schnitt: Wenn die Pflanze abgeblüht ist, die Blütenstängel, nachdem sie eingetrocknet sind, bis auf zwei Augen zurückschneiden.

Die Blüte
Wie bekomme ich meine Pflanze nun am schnellsten wieder zum Blühen? Für eine gute Blütenbildung ist ein Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht von ca. 5 Grad Celsius besonders hilfreich. Wenn die Pflanze überhaupt keine Blüte mehr hat und auch keine neuen Blütenansätze zu sehen sind, so hilft es meist, wenn man sie für mindestens vier Wochen etwas kühler platziert (15-18 Grad), hierbei die Wassergaben reduziert und nicht mehr düngt.

Düngung
Wann und wieoft muss gedüngt werden? Im Sommer sollte spätestens einmal im Monat mit speziellem Orchideendünger gedüngt werden, idealerweise die Düngerlösung mit einem Wasserzerstäuber auf die Blätter und Luftwurzeln sprühen. Orchideendünger ist besonders niedrig dosiert. Genau das ist wichtig, da die Pflanzen in der freien Natur mit minimalen Nährstoffrationen auskommen müssen, nämlich aus der organischen Substanz zersetzter Blätter, die sich in Astgabeln abgelagert haben.

Umtopfen
Wie oft soll umgetopft werden? Am besten alle zwei Jahre. Hierbei ist immer ein Orchideensubstrat zu verwenden. Der beste Zeitpunkt fürs Umtopfen ist das Frühjahr nach der Blüte. Das alte Substrat ist vorsichtig aus den Wurzeln herauszulösen. Gesunde Wurzeln sind graugrün. Alte und faule Wurzeln hierbei vorsichtig mit der Gartenschere herausschneiden, ebenfalls alte Blätter und vertrocknete Blütenstiele.
Die Planze sollte wieder in einen gleich großen Topf gepflanzt werden. Halten Sie die Pflanze im Topf so, dass sich der Wurzelhals etwa 2 cm über dem Topfrand befindet und füllen Sie das neue Substrat vorsichtig mit einer Hand im Topf auf. Durch leichtes Rütteln des Topfes verteilt sich das Substrat zwischen den Wurzeln.

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